├ľffnungszeiten des Museums: Di.-Fr. 10-16 Uhr | So. 10-17 Uhr

Jacob-B├╝hrer-Stra├če 2

39343 Haldensleben OT Hundisburg

Information ├╝ber das Projekt

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Informationen Informationen zum Projekt

Das Sprachgebilde TERRA ARTE widerspiegelt als Synonym das Hauptanliegen der Werkstattwochen. Es verbindet die W├Ârter ÔÇ×TERRAÔÇť aus dem Lateinischen und ÔÇ×ARTEÔÇť aus dem Franz├Âsischen. W├Ârtlich ├╝bersetzt bedeutet es nichts anderes als ÔÇ×ERDKUNSTÔÇť und trifft somit den Kern der Arbeit im Symposium.

Hauptziel des Projektes ist die Schaffung keramischer Skulpturen aus Erde. Denn Ton ist schlie├člich Erde. Und genau dieses Material wird seit ├╝ber 100 Jahren im Technischen Denkmal Ziegelei Hundisburg verarbeitet. Wohl nirgends liegen Handwerk und Kunst so nah beieinander wie bei der traditionellen Ziegelherstellung. Handstrichziegel, bizarre Formsteine und fig├╝rliche Plastiken werden aus der gleichen Erde geformt und im gleichen Feuer gebrannt. Unterschiedlich sind nur die Absichten und das Geschick der formenden H├Ąnde.

F├╝r diese Absichten bietet die Ziegelei deutschlandweit einmalige Voraussetzungen. Dieses produzierende Technische Denkmal verf├╝gt sowohl ├╝ber eine funktionst├╝chtige historische Ziegeleiausstattung als auch ├╝ber moderne Brenntechnik und ein gro├čz├╝giges Atelier in historischem Fachwerkkleid mit einer Nutzfl├Ąche von 350 m┬▓. Zweifelsohne ist der 1938 erbaute Zick-Zack-Ofen nicht nur das r├Ąumliche Zentrum. In den 12 Brennkammern, von denen 3 noch regelm├Ą├čig genutzt werden, k├Ânnen Plastiken jeden Formates gebrannt werden. Und genau hier erf├Ąhrt TERRA ARTE seine Abgrenzung. Das Anliegen der vier Werkstattwochen besteht nicht darin, Gebrauchskeramik herzustellen. Vielmehr k├Ânnen hier Objekte und Skulpturen entstehen, deren r├Ąumliche Grenze nicht das Innere eines Elektro- oder Gasofens beschr├Ąnkt. Einzige Grenze f├╝r die Plastiken oder ihre Einzelteile sind die Abma├če der Brennkammern: H├Âhe 2,45 m, Tiefe 5,70 m, Breite 2,40 m. Dabei kann das Gewicht und die mit einem eventuellen Transport verbundenen Herausforderungen nicht au├čer Acht gelassen werden.

Eine weitere Besonderheit ist das Brennen mit Holz und Kohle. Es verleiht der Terrakotta im Gegensatz zum Brand mit Elektroenergie oder Gas der Terrakotta eine ├╝beraus lebendige und hochinteressante Farbigkeit, die dem geschaffenen Werk eine ganz eigene Ausstrahlung verleiht. Somit verf├╝gt die Ziegelei mit ihrem Zick-Zack-Ofen ├╝ber nahezu ideale Voraussetzungen f├╝r die Schaffung von zeitgen├Âssischer Kunst.

Die Auswahl der Teilnehmer sowie die Erarbeitung des k├╝nstlerischen Konzeptes einschlie├člich der Begleitung ├╝ber den gesamten Zeitraum des Projektes liegen in den H├Ąnden eines Kurators.

Der Aufenthalt in der Ziegelei soll den jeweils sechs Teilnehmern nicht nur als befristete Arbeitsst├Ątte dienen, sondern dar├╝ber hinaus als k├╝nstlerisches Experiment und als Erfahrungsaustausch angesehen werden. Die F├Ârderung und Unterst├╝tzung des sch├Âpferischen Prozesses der K├╝nstler steht dabei im Vordergrund. Die Ergebnisse der TERRA ARTE Werkstattwochen werden nach Abschluss des Brennprozesses und den erforderlichen Nacharbeiten regelm├Ą├čig der ├ľffentlichkeit pr├Ąsentiert. Begleitend wird ein Katalog erarbeitet, der das Symposium und die Ergebnisse dokumentiert.