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Hochbrandgips
 

Nach und nach wird das Wissen über die historische Brenntechnik durch verschiedene Versuche zurückgewonnen.

Die Baustoffmanufaktur Hundisburg hat im Zuge dieser Versuche die Herstellung von historischem Hochbrandgips wieder aufgenommen. Sie trägt somit ihren Teil dazu bei, eine Möglichkeit zu schaffen, auf artfremde und zu Schäden führende Baumaterialien in mit Gips errichteten Bauwerken zu verzichten.

In historisch nachgestellten, mit Holz befeuerten Öfen werden Hochbrandgipse aus unterschiedlichen Regionen mit unterschiedlicher Farbigkeit gebrannt, in verschiedenen Kornfraktionen gemahlen und abgefüllt. Der in Hundisburg angebotene Marble-Cement (Marmorgips) wird in zwei getrennten Arbeitsgängen im Gasofen gebrannt, alaunisiert und ebenfalls gemahlen.

Durch die kleine Produktionsstätte kann dabei auf einzelne Abnehmer und Anwendungen gezielt und individuell eingegangen werden.

 
Anwendung
 

Es sollte bei der Verarbeitung von Hochbrandgips unbedingt auf die vorherrschenden materialtechnischen Bedingungen geachtet werden, da diese sich auf die Eigenschaften des Endproduktes auswirken können. Vor allem Eigenschaften und Vorbehandlung des Untergrundes sollten beachtet werden.

Da in der Hundisburger Baustoffmanufaktur natürlich vorkommende Gipsgesteine in historisch nachgestellten Öfen gebrannt werden, ist mit einer natürlichen Schwankungsbreite der einzelnen Eigenschaftsparameter zu rechnen. Aus diesem Grund wird empfohlen, für den jeweiligen Anwendungsfall auf der Baustelle unter reproduzierbaren Bedingungen Probekörper oder Probeflächen herzustellen. Dadurch können die Verarbeitungsmöglichkeiten eingegrenzt und erforderlichenfalls Randbedingungen beeinflusst werden. Zudem wird empfohlen, erfahrene Fachleute für die Verarbeitung zu Rate zuziehen. Kontaktadressen können bei Bedarf vermittelt werden.

Der Hundisburger Hochbrandgips wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachleuten bereits auf etlichen Baustellen erfolgreich verarbeitet. Dabei wurde der Gips sowohl als Estrichgips, als auch als Putz- und Mauermörtel verwendet.

Es sind verschiedene Oberflächenbearbeitungen wie verdichten durch Schlagen, polieren durch verschiedene Schleifgänge und glätten mittels Spachtel bis zum Glanz möglich. In Hinsicht auf die Modifikationsfähigkeit und Pigmentierung entsprechen die Verarbeitungsmöglichkeiten weitestgehend den historischen Gipsen, allerdings sind Probereihen zur Definition der geeignetsten Zusammensetzung ratsam.

 

Produkte

 

Hochbrandgips "Keuper"

Keupergips aus dem Gipsbruch "Sulzheim" / Unterfranken, Mahlfeinheit: 0 - 4 mm
 
Hochbrandgips "A3 Zechsteingips aus Gipsbruch in Osterode / Südharz, Mahlfeinheit: 0 - 4 mm
 
Marble-Cement Marmorgips aus Alabaster aus Volterra / Italien, Mahlfeinheit: < 500 µm
 
Downloads
 
> Hochbrandgips
> Gips und seine historische Verwendung
> Materialkennblatt für Hochbrand-Gips "Keuper"
> Materialkennblatt für Hochbrand-Gips "A3"
> Materialkennblatt für Marmorgips / "Marble-Cement"

 
Diese Internetpräsentation wurde gefördert mit Mitteln der Europäischen Union durch das Programm LEADERplus.
 
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