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Es sollte bei der Verarbeitung von Hochbrandgips unbedingt
auf die vorherrschenden materialtechnischen Bedingungen geachtet
werden, da diese sich auf die Eigenschaften des Endproduktes
auswirken können. Vor allem Eigenschaften und Vorbehandlung
des Untergrundes sollten beachtet werden.
Da in der Hundisburger Baustoffmanufaktur natürlich
vorkommende Gipsgesteine in historisch nachgestellten Öfen
gebrannt werden, ist mit einer natürlichen Schwankungsbreite
der einzelnen Eigenschaftsparameter zu rechnen. Aus diesem
Grund wird empfohlen, für den jeweiligen Anwendungsfall
auf der Baustelle unter reproduzierbaren Bedingungen Probekörper
oder Probeflächen herzustellen. Dadurch können die
Verarbeitungsmöglichkeiten eingegrenzt und erforderlichenfalls
Randbedingungen beeinflusst werden. Zudem wird empfohlen,
erfahrene Fachleute für die Verarbeitung zu Rate zuziehen.
Kontaktadressen können bei Bedarf vermittelt werden.
Der Hundisburger Hochbrandgips wurde in Zusammenarbeit mit
verschiedenen Fachleuten bereits auf etlichen Baustellen erfolgreich
verarbeitet. Dabei wurde der Gips sowohl als Estrichgips,
als auch als Putz- und Mauermörtel verwendet.
Es sind verschiedene Oberflächenbearbeitungen wie verdichten
durch Schlagen, polieren durch verschiedene Schleifgänge
und glätten mittels Spachtel bis zum Glanz möglich.
In Hinsicht auf die Modifikationsfähigkeit und Pigmentierung
entsprechen die Verarbeitungsmöglichkeiten weitestgehend
den historischen Gipsen, allerdings sind Probereihen zur Definition
der geeignetsten Zusammensetzung ratsam.
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